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Psychotherapeutenkammer Niedersachsen
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Suchtkrankenversorgung

Suchtkrankenversorgung in Deutschland

Schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von Suchtmitteln ist ein sehr häufiger Behandlungsanlass in Deutschland. So sind nach Herzinsuffizienz psychische und Verhaltens­störungen durch Alkohol die Hauptursache für stationären Behandlungen. Darüber hinaus stellen auch Abhängigkeit und Missbrauch illegaler Drogen, sowie substanzungebundene Süchte (z.B. Spielsucht) das Gesundheitssystem vor Herausforderungen.

Um dem zu begegnen gibt es in Deutschland ein umfangreiches und ausdifferenziertes Suchthilfesystem. Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten behandeln und beraten Suchterkrankte und -gefährdete in vielfältigen Settings, wie z.B.:

  • Psychotherapeutische Praxen
  • Suchtberatungsstellen
  • psychiatrischen Institutsambulanzen
  • (qualifizierter) Entzug
  • ambulante, teilstationäre oder stationäre Entwöhnungsbehandlung

Suchtkranke Menschen können gemäß Richtlinie ambulant psychotherapeutisch behandelt werden. Sie müssen bereits abstinent sein oder Schritte Richtung Abstinenz eingeleitet haben und innerhalb von 10 Sitzungen abstinent leben können. Insbesondere nach Entwöhnungsbehandlungen besteht häufig Bedarf nach einer Richtlinienpsychotherapie. Der ausführliche Entlassbericht bietet niedergelassen PsychotherapeutInnen eine Entlastung in der Antragsstellung, hieraus können Behandlungsziele, sozialmedizinische Prognose und der bisherige Verlauf entnommen werden. Gleichzeitig kann auch der Weg aus der ambulanten Psychotherapie in das Suchthilfesystem (und wieder zurück) sinnvoll sein.

Im Folgenden haben wir weiterführende nützliche Informationen für Sie bereit gestellt. Wir freuen uns über Ihre Hinweise zur Ergänzung dieser Auflistung.